Junger Wolpertinger befreit!

Nicht schlecht gestaunt hat Kurt Hobelsberger, der damalige Vorsitzende des Fremdenverkehrs-
vereins Spiegelau e.V. bei einem Spaziergang im Nationalpark. Er war mit seiner Frau Evi und seinem Hund Nero wieder einmal im Nationalpark oberhalb Neuhütte unterwegs, als er plötzlich eigentümliche Geräusche hörte. Auch Nero spitzte die Ohren. Aus einem Gebüsch kreischte es plötzlich ganz entsetzlich. Kurt H. ging nach einer Schrecksekunde nachschauen. Das Kreischen und Poltern wurde lauter und er mußte feststellen, daß verbotenerweise eine wilde Wolpertingerfalle aufgestellt worden war, worin sich ein junger Wolpertinger gefangen hatte, der nun jämmerlich zu verenden drohte. Beherzt befreite Kurt H. das Tier. Voll Dankbarkeit schmiegte sich der junge Wolpertinger an seinen Befreier, bevor er wieder im Dickicht verschwand. Evi H. gelang es in der Zwischenzeit ihren Fotoapparat zu zücken und das Ganze auf einem Bild festzuhalten. Kurt H. zerstörte noch die Falle und so konnte man den Spaziergang mit dem Bewußtsein beenden, wieder einem dieser scheuen und seltenen Tiere das Leben gerettet zu haben.
Das befreite Tier gehört, wie man unschwer erkennen kann, zu einer kleineren Unterart, die häufig in der Umgebung von Gewässern anzutreffen ist. Der Wolpertinger kann sich aufgrund seiner ungeheuren Wandelbarkeit innerhalb weniger Gerationen an seine Umwelt perfekt anpassen.
Den Wilderern sei ins Stammbuch geschrieben: Wer Wolpertinger jagen will, soll das mit Stock, Sack und Kerze in traditioneller Weise tun. Nach geglückter Jagd möge er das Tier dann wieder in seine Freiheit entlassen. Denn auch hier gilt: Die Wolpertingerjagd an sich ist das Schöne - der Weg ist das Ziel. Das Nachstellen mit automatischen Fallen, ohne persönliche Anwesenheit der Jäger ist eine Schande und gefährdet den ohnehin geringen Bestand dieser seltenen Tierart.

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