Schöner wohnen - bei Wolpertingers

Straßenbauarbeiten sind meist ärgerlich, zumal sie in der Regel auch noch in der Hauptreisezeit stattfinden und kein Ende nehmen wollen. Beim längst fälligen Ausbau der Straßenverbindung zwischen Spiegelau und Schönberg war das zunächst nicht anders.

Für die Wolpertingerforschung waren die Erdarbeiten ein ausgesprochener Glücksfall. Durch die Straßenverbreiterung wurde ein Hang angeschnitten. Der Baggerführer glaubte seinen Augen nicht zu trauen. Ein ganzes Höhlensystem tat sich vor seinen Augen auf.

Interessiert hatte er den Internationalen Wolpertinger-Kongress in Spiegelau verfolgt. Und sofort war ihm klar: Das musste ein Wolpertinger Bau sein.

Zum ersten mal war es einem Menschen vergönnt, in die Behausung eines Wolpertingers zu schauen.
Die Maschinen wurden gestoppt. Sogleich informierte der Arbeiter den Wolpertinger-Ausschuss des Spiegelauer Gemeinderats, der sich sofort mit Maßband und Kamera auf den Weg machte.

Auch Professor Dr. Treplow von der Universität Weihenstephan erhielt eine Mitteilung und traf wenig später am Fundort ein. Gemeinsam wurde der Bau genauestens untersucht. Der Wolpertinger selbst hatte seine Wohnung schon vor längerer Zeit verlassen. Kein Wunder bei dem Lärm. Trotzdem ist dieser Fund für die Forschung von unschätzbarem Wert.

Prof. Dr. Jiri Treplow hat die Ergebnisse inzwischen veröffentlicht und staubt, wie es halt meist so kommt, die Lorbeeren ab, während der brave Arbeiter, dem wir alles zu verdanken haben, leer ausgeht.

 Ein Wolpertinger-Bau

Der Wolpertinger-Bau im Querschnitt. Deutlich sichtbar: die gewundene Einstiegsröhre. Jeder Eindringling wäre bei der Ankunft im Kessel  vollkommen schwindlig und keine Gefahr mehr.

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