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Diakoninnen in Bayern
Diakoninnen gibt es in Bayern seit 1987. So lange dauerte es, bis die
Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern soweit war, auch die Frauen zu diesem kirchlichen Beruf zuzulassen. Ein Beschluss der Synode machte es letztlich
möglich. Ich gehörte 1982 zum ersten Studiengang und kann nur sagen, dass es viel Engagement, Durchhaltevermögen und Mut gebraucht hat, um all die nötigen
Kämpfe durchzustehen, denen wir erste Frauengeneration (Es gab einige Versuche vorher, die nicht erfolgreich waren, wofür allerdings die Frauen nichts konnten.)
ausgesetzt waren. Nicht selten werden Diakoninnen noch immer mit Diakonissen verwechselt. Anders als Diakonissen, die i.d.R. als Orden organisiert sind, leben
Diakoninnen nicht grundsätzlich ehelos, tragen keine Tracht und gehören keinem Mutterhaus an.
Die Ausbildung zur Diakonin umfasst i.d.R. 6 Jahre. In der ersten und dritten
Studienphase erwerben wir das theologische Rüstzeug, das mit einem ersten und zweiten theologischen Examen abgeschlossen wird. Die zweite Studienphase dient
dem Erwerb eines sozialpädagogischen, pädagogisch/psychologischen, sozialwirtschaftlichen oder pflegedienstlichen Studienabschlusses. Während der
gesamten Ausbildung besteht eine intensive geistliche Begleitung. Die Frauen leben in Wohngemeinschaften und damit ganz praktisch als geistliche Gemeinschaft mit eigener Spirtualität.
Das Amt der Diakonin wird nach abgeschlossener Ausbildung durch die
“Einsegnung” übertragen. Damit ist gleichzeitig die Voraussetzung für die Seelsorge, die Berufung zu öffentliche Wortverkündigung und
Sakramentsverwaltung gegeben. Dementsprechend sind Diakoninnen wie Pfarrer/innen an das Beichtgeheimnis gebunden (§ 9 Diakoninnengesetz).
Diakoninnen mit entsprechenden Dienstaufgaben können nach einer einjährigen
individuell ausgerichteten Zusatzausbildung an der Augustana-Hochschule eine Pfarrstelle als Pfarrverwalter übernehmen bzw. bei entsprechenden
überdurchschnittlichen Prüfungsergebnissen nach einem theologischen Kolloquium in den regulären Pfarrdienst übernommen werden. Dabei geht es aber nicht um
einen alternativen Weg der Ausbildung ur Pfarrerin. Manche Gemeinden könnten aber von der Lebens- und Berufserfahrung von Diakoninnen profitieren, die diesen
Weg gewählt haben. In der Regel arbeiten Diakoninnen in Bereichen, die ihren speziellen Ausbildungsschwerpunkten entsprechen.
Geistliche Dienstgemeinschaft Über 200 Frauen sind in einer lebendigen, offenen und kreativen Gemeinschaft
verbunden. Sie leben in einer geistlichen Dienstgemeinschaft ihr soziales Engagement und ihre geistlichen Wurzeln miteinander. Sie fühlen sich durch
gemeinsame spirituelle Lebensformen untereinander verbunden.
Rummelsberger Diakoninnen leben in ganz Bayern und sind in den unterschiedlichsten Bereichen tätig.
Diakoninnen setzen sich ein, um ... ... Kirche und Diakonie mitzugestalten.
... benachteiligte Menschen im Blick zu behalten. ... Menschen in ihrer Lebenswirklichkeit zu erreichen. ... für Lebensrechte einzutreten. ... professionell zu arbeiten und Not zu wenden.
Mehr über die Diakoninnengemeinschaft www.diakoninnen.de
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