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Veranstaltungen zur Geschichte |
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“Spiegelungen der Geschichte im Schicksal bayerischer Waldglashütten” |
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Spannend wie ein Roman liest sich die Geschichte der Familie Hilz, des einst wohl mächtigsten Glashüttenherrengeschlechts Deutschlands. Einmal damit angefangen, möchte man bis zur letzten Seite weiter lesen. OStD.i.R. Helmut Hilz, Prof. Dr. Ludwig Reiner und Dr. Michael Rauck verfassten den 300-seitigen Band mit dem Titel: “Spiegelungen der Geschichte im Schicksal bayerischer Waldglashütten”. Als Herausgeber fungierte wieder der Arbeitskreis Glasgeschichte mit Hans Schopf. Den Druck übernahm der Morsak Verlag Grafenau. Der Pfarrsaal in Riedlhütte war bis auf den letzten Platz besetzt, als das Buch vorgestellt wurde. Trotz des “Brückentages” und besten Biergartenwetters konnten gar nicht genug Stühle herangeschafft werden. Auch Landrat Urban hatte es sich nicht nehmen lassen, dabei zu sein. Über 70 Nachkommen der “Glashütten-Hilz” waren aus ganz Deutschland angereist, um mehr über ihre Familiengeschichte zu erfahren. Nach kurzen Ansprachen der Initiatoren Willi Steger und Hans Schopf sowie des Riedlhütter Bürgermeisters Meininger wurden die Zuhörer erst einmal mit zünftiger Musik eingestimmt. Die “Blaskapelle Köckeis” spielte auf und die “Reichenberger Hoizgoasbuam” gaben ihr Debüt. Schließlich trat OStD.i.R. Helmut Hilz ans Rednerpult und entführte die Zuhörerschaft mit bilderreicher Sprache zurück in frühere Jahrhunderte. Er zeigte geschichtliche Zusammenhänge auf, berichtete von einer Münchner Glashütte, die gläserne Handgranaten herstellte, von folgenreichen Wirtshausraufereien, einträglichen Eheschließungen, erfolgreichen Verhandlungen mit dem Pandurenobersten von der Trenck, Aufstieg und (durch die Königlich Bayerische Hofkammer betriebenen) Fall des Glashüttenherrengeschlechts der Hilz. Dabei kam auch das Schicksal der immer mit den Hüttenherren verbundenen Glasmacher- und Arbeiterfamilien , den “Inwohnern” nicht zu kurz, die mit dem Niedergang der Hütten Arbeit und Brot verloren und teilweise bis nach Amerika auswanderten. Viel zu schnell war der Vortrag zu Ende. Aber nach einem musikalischen Zwischenspiel erzählte Prof. Dr. Ludwig Reiner von den Arbeiten, die nötig waren, den Stammbaum der Familie Hilz nachzuvollziehen. Dabei machte er unter anderem den Vorschlag, die neue Riedlhütter Schule nach jenem Anton Hilz zu benennen, der zunächst den Bauplatz der ersten Schule in Riedlhütte stiftete und schließlich auch noch das Schulgebäude selbst auf seine Kosten erbauen ließ. Eingerahmt von weiteren musikalischen Darbietungen, informierte Dr. Michael Rauck, selbst ein Mitglied der “Hilz-Familie ”über seine Motivation und seine Arbeit in der Ahnenforschung, die er mit Hilfe modernster Informationstechnologie betreibt. Bei ihm konnte man sich sogar noch an Ort und Stelle seinen eigenen Stammbaum zusammenstellen und ausdrucken lassen. Mit Musik und einer zünftigen Brotzeit klang die gelungene Veranstaltung aus. Dem Arbeitskreis Glasgeschichte und der Tourist-Service-Sankt Oswald-Riedlhütte GmbH kann man zu diesem neuerlichen Erfolg nur gratulieren und wünschen: Macht weiter so! Buchbestellungen (Preis 24,80DM) direkt an: 08553-91009 oder 08552-4200 Und hier finden sie die Fotos der Veranstaltung (bitte anklicken.) |
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Der Glashüttengeist “Durandl” |
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Christa Steger und Otto Öllinger untermalen die Geschichten mit Glasmacherliedern. |
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“Durandl” - der Glashüttengeist |
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So stellen sich die beiden Riedlhütter Künstler Josef Schneck (links) und Alfred Kraft (rechts) |
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